Vergleich der Filme Metropolis von Lang und Panzerkreuzer Potjemkin von Eisenstein.

Welch ein Wunder, bereits im ersten Artikel kommt Metropolis vor.

 

Metropolis:
Metropolis von Fritz Lang wurde 1925 in Deutschland gedreht und spielt in der Zukunft. Die Gesellschaft ist gespalten in die Herrenrasse und die Maschinenmenschen die im Moloch die Stadt am Leben erhalten. Der Sohn des Oberherren, der nach neuen Methoden sucht, die Maschinenmenschen zu unterdrücken, verliebt sich in eine Maschinenmenschin. Es kommt zum Aufstand.
Panzerkreuzer Potemkin:
Panzerkreuzer Potemkin wurde 1925 von Sergej Eisenstein zum 20 jährigen Jubiläum der Russischen Revolution von 1905 gedreht. Die Matrosen auf dem Kreuzer sind unzufrieden, es kommt zum Aufstand, wobei der Rädelsführer erschossen und zum Märtyrer wird. Im Hafen von Odessa greift Unzufriedenheit auf die Bevölkerung über es kommt zur Revolte, die, im Gegensatz zu historischen Fakten, siegreich verläuft.

Metropolis war seiner Zeit in vieler Hinsicht voraus. Panzerkreuzer Potemkin war der Grundstein für den Sowjetischen Film.
Die Ausgangslage in beiden Filmen ist gleich, was daraus resultiert auch. Wieso gibt es dann überhaupt beide Filme? Dazu muss man etwas genauer hinschauen.
Panzerkreuzer Potemkin ist wie ein Dokumentarfilm gedreht: keine Kulisse, kein Studio, kein Make-up, Laiendarsteller. Dabei hält er sich an einen klassischen Aufbau mit 5 Akten, die jeweils eine These und eine Antithese aufzeigen, die dann in der Synthese verschmelzen. Die treibende Kraft im Film ist ganz im marxistischen Sinn das Kollektiv. Daher kann dieser Film durchaus als Propaganda verstanden werden. Nicht vergessen werden darf jedoch, dass der Leninismus und erst recht nicht der Stalinismus die Ideen des Marxismus sozialverträglich umsetzten.
Metropolis legt sehr grossen Wert auf die Kulisse und ist dafür auch bekannt. Nun kann darüber gestritten werden, ob Lang 1925 mit der Herrenrasse die Nazis im Auge hatte. Klar ist jedoch, dass Lang nicht für diesen Schwachsinn stand, er es jedoch dem Betrachter überlies dies in seinen Bildern zu erkennen. Im Gegensatz zu Potemkin wird am Ende des Films nicht die Macht verteilt, sondern es kommt gemäss dem Motto des Films zu einer Synthese: Mittler zwischen Hand und Kopf muss das Herz sein.

 

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